Update aus Katherine

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Posted by cyx | Posted in Australien | Posted on 13-06-2011

Halli hallo,

ich stelle gerade fest, dass ich mich ja schon ewig nicht mehr im Blog hab blicken lassen. Also werde ich euch mal kurz wieder auf den Stand der Dinge bringen.

Fangen wir mal mit dem Positiven an. Von Brisbane aus gings die Ostkueste hoch bis zum Daintree Nationalpark der kurz ueber Cairns liegt. Bis dahin haben wir verschiedenen Abstecher und Touren gemacht. Natuerlich durften die Whitsundays und Fraser Island nicht fehlen. Beide Trips waren echt cool und es war auch mal ganz nett wieder unter Leute zu kommen. Also nicht dass jetzt jemand denkt mit Nancy wuerde es langweilig werden, ganz im Gegenteil, wir haben jede Menge Spass, aber so ein paar Reisegeschichten von anderen fetzen ja auch ab und zu mal.

Unterwegs hatten wir uns dann in Townsville entschlossen noch zwei neue Reifen ans Auto zu schrauben, weil wir uns mit den alten Vorderreifen nicht ins Outback getraut haben. Ein bisschen enttaeuschend wars dann in der Region um Mission Beach und Innisfail. Die Straende dort sind durch den Zyklon ziemlich beschaedigt worden und von vielen Palmen ist nichts mehr uebrig. Auch die Zufahrtswege zu den Wallaman Falls (die hoechsten in Australien) waren gesperrt, weil die Aufraeumarbeiten noch Monate dauern. Die Waelder rechts und links der Strasse sehen teilweise gespenstisch aus. Meine alte Ananasfarm steht aber noch und da sieht alles aus wie immer. Besonders stark hat es die Bananenfelder mitgenommen, was auch der Grund fuer die extremen Preise (12 Dollar pro Kilo) ist.

Etwas hoeher wurde es dann aber wieder schoen und so haben wir ein paar Tage in den Tablelands und dem Daintree Nationalpark verbracht. Danach gings ins Landesinnere und diesmal, ihr werdet es nicht glauben, haben wir den Uluru (Ayers Rock) usw nicht ausgelassen. Sind also die 1600 km zusaetzlich bis Alice Springs gefahren und haben uns ausserdem die Olgas, den Kings Canyon und ne Menge Schluchten in den West Mc Donnell Ranges angeguckt…. sehr beeindruckend.

Unterwegs hatten wir hier und da ein paar Probleme mit dem Auto… die sich aber alle loesen liessen und zum Abenteuer beigetragen haben. Kurz nachdem wir die Ostkueste verlassen hatten ist uns aus heiterem Himmel einer der neuen Vorderreifen bei voller Fahrt um die Ohren geflogen, Nancy hat das Auto aber erfolgreich zum stehen gebracht und wir konnten dann erfahren wie es ist im Outback bei bruetender Hitze ein Rad zu wechseln. Vom Reifen hatte sich die aussere Schicht geloest, er ist also nicht geplatzt, was bei den Vorderraedern schlimm haette enden koennen.

In der naechsten Stadt (Normanton) haben wir dann einen weiteren neuen Reifen gekauft, weil man ja nicht ohne Ersatzrad in Australien rumfahren kann. Je mehr wir uns dem Inland naeherten, desto kaelter wurden ausserdem die Naechte und unser Auto hatte Probleme am Morgen zu starten. Rund um Alice Springs hatten wir morgens teilweise Temperaturen um die 3 Grad. Wir schliefen also mit Pullovern und zusaetzlich in unseren Schlafsaecken. Tagsueber wurden es dann wieder um die 25 bis 30 Grad. Das Auto konnten wir dann aber dank eines Tricks trotzdem immer starten. Wir schoben es einfach in die richtige Position, so dass die Sonne den geoeffneten Motor schoen aufwaermen konnte. So konnten wir dann meistens so gegen 10 Uhr und zwei Kaffee spaeter starten. Richtung Norden war das dann aber kein Problem mehr, denn die Naechte wurden wieder ertraeglich warm.

Den Uluru soll man eigentlich nicht besteigen aber wir habens trotzdem getan und uns nicht besonders schlecht dabei gefuehlt, im Gegenteil, der Gedanke mitten in Australien auf nem riesengrossen roten Felsen zu stehen und rundherum den Horizont zu sehen hat uns den muehsamen Aufstieg schnell vergessen lassen. Man klettert wirklich fast senkrecht an einer Kette entlang diesen Felsen hinauf. Die Olgos die ich vorhin schon erwaehnt habe, waren aber nicht weniger spektakulaer und garnicht weit vom Uluru weg, also nur so 50 km… uebrigens es wird immer gesagt, dass der Uluru bei Alice Springs liegt… in Wirklichkeit sind es aber 450 km… also gleich um die Ecke.

Auf dem Weg Richtung Norden gab es bis auf die Devil’s Marbles nicht viel mehr zu sehen. In Katherine haben wir die Waesche mal wieder gewaschen und eingekauft und dann wollten wir im Nitmiluk Nationalpark in der Katherine Gorge Kanu fahren. Leider ist das momentan nicht gestattet da noch nicht alle Salzwasserkrokodile entfernt wurden und die von der Parkverwaltung da kein Risiko eingehen. Aber wir haben durch ein paar Walks trotzdem so einiges von der Schlucht sehen koennen. In Katherine haben wir dann auf dem Campingplatz sogar ein Hauskrokodil gehabt… weniger Meter vom Auto entfernt hat es auf Toastbrot gewartet und sich sonst den ganzen Tag nicht bewegt. Elvis, so sein Name, ist allerdings ein Freshy, also ein Suesswasserkrokodil was Menschen hoechstens beisst aber eben nicht verspeist.

Von Katherine aus ging es dann einen Tag lang zu den Edith Falls. Dort haben wir nen echt schoenen Tag verbracht und uns von den Wassermassen durch den natuerlichen Pool tragen lassen.

Nun kommen wir zum nicht ganz so positiven Schluss. Auf dem Rueckweg von den Edith Falls ist das Auto zu heiss geworden und wir haben Kuehlwasser verloren. Wir entschieden also am Strassenrand zu halten und dort zu schlafen um am naechsten Tag nach Katherine zurueck fahren zu koennen. 30 km hatten wir am naechsten Tag noch vor uns und eigenartiger Weise wurde der Motor nicht so heiss wie am Vortag. Leider habe ich erst zu spaet darueber nachgedacht, dass die Anzeige wahrscheinlich einfach die Kuehlmitteltemperatur anzeigt und nicht die tatsaechliche Motortemperatur. Ich bin mir dessen immer noch nicht sicher, aber das werden wir morgen sehen. Jedenfalls haben wir es nur bis 10 km vor Katherine geschafft bis das Auto am Strassenrand ausrollte. Nach einer halben Stunde hielt ein Jeep an, der uns dann bis zur Stadt geschleppt hat.

Dann mussten wir erstmal ueberlegen wie es jetzt weiter geht, denn in Katherine auf der Strasse im Auto zu schlafen ist weder erlaubt noch sicher. Wir entschieden uns also das noetigste aus dem Auto zum Campingplatz zu tragen. Ein Zelt und Schlafsaecke hatten wir ja noch aus der Neuseelandzeit. Auf dem Weg zum Campingplatz hielt auf einmal ein anderer Jeep auf der gegenueberliegenden Strassenseite an und fragte uns, wo wir hinwollen und was unsere Plaene sind.

Lange Rede kurzer Sinn, ich sitze gerade an Charlies Computer in seinem Arbeitszimmer. Das Paerchen hat uns ohne jeden Hintergedanken aufgenommen und wir schlafen im Gaestezimmer, werden bekocht und rumgefahren, wenn wir was aus dem Auto brauchen. Klingt irgendwie komisch, ist aber so. Morgen faehrt er uns dann nochmal in die Stadt zum Car-Wrecker, wo unser Auto gerade steht um herauszubekommen, ob man da noch was machen kann oder es sich um einen klassischen Kolbenfresser handelt. Ehrlich gesagt stehen die Chancen ziemlich schlecht, aber Nancy und ich sind trotzdem ziemlich gut gelaunt, weil wir glaube ich innerlich schon mit dem guten alten Zebra (so der Name unseres Autos) abgeschlossen haben… aber wer weiss, vielleicht erleben wir morgen ja auch ein Wunder.

Uns bleiben noch 14 Tage und wenn alles schief geht, dann nehmen wir morgen den Bus Richtung Darwin und mieten uns dann nochmal ein Auto um den Kakadu und den Litchfield Nationalpark noch besuchen zu koennen… also wie immer alles easy :-)

Nancy und Carsten

Auto bekommt neuen Zahnriemen

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Posted by cyx | Posted in Australien | Posted on 04-05-2011

Nach langer Ueberlegung haben wir uns entschieden unserem Auto doch einen neuen Zahnriemen zukommen zu lassen. Wir sind jetzt bei 217.000 km und eigentlich haette er schon bei 200.000 km gemacht werden sollen und niemand kann uns sagen ob er gemacht wurde oder nicht. Jedenfalls werden beim Reissen 2000 bis 3000 Dollar faellig und das wollen wir natuerlich umgehen. Morgen wird er also vorsorglich ausgetauscht und so konnten wir heute einen Tag in Brisbane verbringen und mal ein bisschen shoppen gehen.

Wir schlafen heute abend beim Automechaniker im Driveway und er kuemmert sich auch um Pizza und Bier fuer uns heute abend. Klingt komisch ist aber so… naja ich kann damit leben mit ihm ne Pizza zu essen solange wir da kostenlos stehen duerfen und er uns morgen das Ding einbaut. Nach Brisbane geht es dann weiter nach Fraser Island und natuerlich zu den Whitsunday Islands. Ansonsten ist alles in bester Ordnung ausser dass es momentan ein bisschen zu oft regnet aber vielleicht haben wir weiter noerdlich mehr Glueck.

Liebe Gruesse also aus Brisbane

Nancy und Carsten

Bilder von Australien

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Posted by cyx | Posted in Australien | Posted on 26-04-2011

Ihr habt Glueck, denn auch heute regnet es und so hatte ich nochmal ne Stunde bevor wir der Sonne entgegen fahren. Die Blue Mountains werden wir also ohne weitere Wanderungen verlassen, aber es gibt ja noch genug andere Dinge zu sehen… also bis dahin, Carsten.

Bilder von Neuseeland

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Posted by cyx | Posted in Neuseeland | Posted on 25-04-2011

Dank des Regenwetters draussen habe ich heute endlich mal ein paar Bilder hochgeladen… fangen wir an mit Neuseeland, weitere folgen dann spaeter… wenn es nochmal regnet :-)

Von Melbourne nach Sydney

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Posted by cyx | Posted in Australien | Posted on 23-04-2011

Leider kann ich zu dem Coromandel Abschnitt unserer Reise in Neuseeland jetzt nichts mehr sagen, denn das wuerde den Rahmen hier absolut sprengen, also ueberspringen wir das und starten gleich in Melbourne wo wir ja unser Auto gekauft haben, wie eben gerade beschrieben.

Nach einem fetten Einkauf bei Aldi in Melbourne (die sind am guenstigsten, da kann Coles und Woolworths nicht mithalten) ging es Richtung Suedwesten geradewegs zur Great Ocean Road. Mit dem Wetter hatten wir ziemliches Glueck, denn genau als wir die 12 Apostel erreichten (von denen noch 6 oder so stehen) wurden diese von der Sonne angestrahlt, die sich entgegen aller Erwartungen durch die Wolken gekaempft hat.

Jedenfalls war das da unten an der Kueste ziemlich beeindruckend und neben den Aposteln (freistehende Riesenfelsen im Wasser) gab es noch Steinbruecken, Buchten und Pinguine zu sehen. Im Hinterland haben wir dann nach Koalas gesucht. Am Anfang waren sie weit weg, dann am Ende unserer Suche direkt vor unseren Augen im Baum und haben ganz gemuetlich an Eucalyptus-Blaettern geknabbert… echt total suess.

Von der Kueste aus sind wir dann in den Norden zu den Grampiens gefahren, einem anderen Nationalpark… Dort haben wir ein paar Wanderungen auf die Gipfel der Berge gemacht um die Aussicht zu geniessen. Von dort aus gings zum Wilson Promontory NP an der Suedkueste oestlich von Melbourne, wo leider der suedlichste Zimpfel nicht befahren werden konnte, da starke Regenfaelle wie in den Grampiens auch einen Grossteil der Pfade zerstoert haben und die Parkverwaltung in Victoria noch ein habes Jahr braucht, das alles wieder zu restaurieren. Die Regenfaelle haben uebrigens nichts mit der Flut in Queensland zu tun, denn sie sind nur wenige Wochen her. Irgendwie scheint man ueberall in Australien mit heftigen Regenfaellen Probleme zu haben.

Ach ja, was die Waldbraende um Melbourne betrifft… also man sieht schon immer mal wieder verkohlte Abschnitte von Waeldern aber man darf sich das echt nicht so vorstellen wie in Deutschland, wenn da mal ein Wald brennt. Die meisten der verbrannten Waelder werden schon jetzt wieder gruen, denn die Vegetation ist da einfach viel besser daran angepasst.

Dann ging es weiter an der Kueste entlang und Nancy hat als vorbildlicher Beifahrer immer alle tollen Sehenswuerdigkeiten aus dem Lonly Planet und den Informationsblaettern der Nationalparkverwaltung rausgesucht. Gestern sind wir dann in Sydney angekommen. Hier mussten wir uns allerdings einen Campingplatz suchen, denn kostenlose Rastmoeglichkeiten gibt es hier nicht. Dafuer haben wir jetzt allen laengst vergessenen Luxus zur Verfuegung, wie einen Pool, TV und BBQ, wo ich mir heute abend ein paar leckere Garnelen prutzeln werde. Morgen geht es dann schon weiter in Richtung Blue Mountains, es beginnt also der Streckenabschnitt, den ich bereits kenne. Aber das macht rein garnichts, denn Nancy sucht uns so viele schoene Spots raus, die ich bestimmt damals alle uebersehen habe. Freue mich jedenfalls schon auf Queensland, auf das waermere Wetter und die Aussicht endlich mal ins Meer springen zu koennen.

Geschlafen haben wir bis jetzt natuerlich immer im Auto und geduscht wird wenn moeglich an kostenlosen kalten manchmal auch warmen Duschen am Strand. Wenn sich da mal garnichts finden sollte, dann kann man fuer wenige Dollar auf einem Campingplatz duschen. Mehr brauchen wir eigentlich garnicht… wir haben im Auto einen 12V/240V Converter und so koennen wir alle Geraete direkt im Auto laden. Auch ein Navi war beim Auto mit dabei, sodass wir jetzt in den grossen Staedten direkt zum Ziel gelangen. Wasser fuellen wir immer irgendwo unterwegs auf und so sind wir bis auf die Duschen voellig authark.

So das solls gewesen sein, jetzt werden wir uns auf Sushi Suche begeben… :-)

Liebe Gruesse aus Sydney, Nancy und Carsten